Einführung
Das Leitprinzip des App Store ist einfach: Wir möchten Nutzer:innen eine sichere Plattform bieten, über die sie Apps beziehen können – und Entwickler:innen eine großartige Gelegenheit, erfolgreich zu sein. Dazu bieten wir einen umfassend kuratierten App Store an, in dem jede App von Expert:innen geprüft wird und ein Redaktionsteam den Nutzer:innen hilft, jeden Tag neue Apps zu entdecken. Außerdem scannen wir jede App auf Malware und andere Software, die sich auf die Sicherheit, Privatsphäre und den Datenschutz der Nutzer:innen auswirken können. Diese Maßnahmen haben dafür gesorgt, dass die Plattformen von Apple weltweit die sichersten für Endverbraucher:innen sind.
In manchen Märkten und auf bestimmten Plattformen können Entwickler:innen auch zulassungsgeprüfte Apps von alternativen App-Marktplätzen und direkt von ihrer Website vertreiben. Hier erfahren Sie mehr über alternative App-Marktplätze, den Webvertrieb und die Zulassungsprüfung für iOS und iPadOS Apps. Sie können sehen, welche Richtlinien für die Zulassungsprüfung von iOS und iPadOS Apps gelten, indem Sie im Menü links auf „Nur Richtlinien für die Zulassungsprüfung hervorheben“ klicken.
Für alles andere gibt es das offene Internet. Wenn sich das Modell und die Richtlinien des App Stores oder alternative Vertriebsmöglichkeiten und die Zulassungsprüfung für iOS und iPadOS Apps für Ihre App oder Geschäftsidee nicht gut eignen, bieten wir zudem Safari für ein großartiges Weberlebnis an.
Auf den folgenden Seiten finden Sie unsere neuesten Richtlinien in fünf klaren Abschnitten: „Sicherheit“, „Leistung“, „Geschäfte“, „Design“ und „Rechtliche Hinweise“. Der App Store wird ständig überarbeitet und verbessert, um mit den Anforderungen unserer Kund:innen und Produkte Schritt zu halten. Und auch Ihre Apps sollten ständig überarbeitet und verbessert werden, um im App Store zu bleiben.
Einige weitere Punkte, die Sie beim Verteilen Ihrer App auf unseren Plattformen beachten sollten:
- Viele Kinder und Jugendliche laden Apps herunter, um miteinander in Kontakt zu bleiben, ihre Kreativität auszudrücken, zu lernen und unabhängig zu werden. Wir nehmen ihre Sicherheit sehr ernst. Mit den Kindersicherungen können Eltern umfassend verwalten, was ihr Kind wann nutzen darf – aber Sie müssen dazu auch Ihren Teil beitragen. Sorgen Sie dafür, dass Kinder in Ihrer App altersgerechte Erlebnisse machen.
- Der App Store ist eine tolle Möglichkeit, um Hunderte Millionen von Menschen auf der ganzen Welt zu erreichen. Wenn Sie Ihre App hingegen nur für Ihre Familie und Freund:innen entwickelt haben, ist der App Store nicht ideal. Überlegen Sie stattdessen, Ihre App mit Xcode kostenlos auf einem Gerät zu installieren, oder verwenden Sie die Ad-hoc-Verteilung, die Mitgliedern im Apple Developer Program zur Verfügung steht. Wenn Sie gerade erst anfangen, erfahren Sie hier mehr über das Apple Developer Program.
- Wir unterstützen alle Ansichten, die im App Store vertreten werden, solange die Apps respektvoll gegenüber Nutzer:innen mit unterschiedlichen Meinungen sind und die Qualität der App beeindruckt. Apps für Inhalte oder Verhaltensweisen, die unserer Meinung nach unangemessen sind, lehnen wir ab. Aber wie erkennt man, ob das der Fall ist? Ein Richter des Supreme Court in den USA drückte es einmal so aus: „Ich erkenne es, wenn ich es sehe“. Wir glauben, dass Sie selbst erkennen werden, wenn Sie über das Ziel hinausschießen.
- Wenn Sie versuchen, das System zu überlisten (beispielsweise indem Sie beim Prüfungsverfahren betrügen, Nsutzerdaten stehlen, die Arbeit anderer Entwickler:innen kopieren oder Bewertungen oder die App Store Entdeckung manipulieren), werden wir Ihre Apps aus dem Store entfernen und Ihnen Ihre Teilnahmeberechtigung für das Apple Developer Program entziehen.
- Sie sind dafür verantwortlich, dass Ihre App in vollem Umfang diesen Richtlinien entspricht, einschließlich Anzeigennetzwerken, Analysediensten und SDKs von Drittanbietern. Überprüfen und wählen Sie diese daher sorgfältig aus.
- Einige Funktionen und Technologien, die Entwickler:innen im Allgemeinen nicht zur Verfügung stehen, können für eingeschränkte Anwendungsfälle als Berechtigung angeboten werden. Wir bieten beispielsweise Berechtigungen für CarPlay Audio, HyperVisor und Privileged File Operations an.
Wir hoffen, dass diese Richtlinien Ihnen dabei helfen, den Überprüfungsprozess problemlos zu durchlaufen, und dass Genehmigungen und Ablehnungen einheitlich bleiben. Dieses Dokument wird ständig überarbeitet. Neue Apps, die neue Fragen aufwerfen, können jederzeit zu neuen Regeln führen. Möglicherweise ist es sogar Ihre App, die eine solche Überarbeitung erforderlich macht. Auch das wissen wir zu schätzen und wir würdigen Ihre Arbeit. Wir tun wirklich unser Bestes, um die beste Plattform der Welt anzubieten, damit Sie Ihre Talente zum Ausdruck bringen und auch Ihren Lebensunterhalt verdienen können.
Vor dem Einreichen
Damit die Genehmigung Ihrer App so reibungslos wie möglich abläuft, sollten Sie die unten aufgeführten häufigen Fehler prüfen, die möglicherweise den Überprüfungsprozess verlangsamen oder zu einer Ablehnung führen. Dadurch werden die Richtlinien oder die Garantiegenehmigung nicht ersetzt, aber es ist ein guter Anfang, alle Punkte auf der Liste zu überprüfen. Wenn Ihre App nicht mehr wie vorgesehen funktioniert oder Sie nicht mehr aktiv Support dafür bereitstellen, wird sie aus dem App Store entfernt. Erfahren Sie mehr über App Store Verbesserungen.
Stellen Sie Folgendes sicher:
- Testen Sie Ihre App auf Abstürze und Fehler.
- Vergewissern Sie sich, dass alle App-Informationen und Metadaten vollständig und korrekt sind.
- Aktualisieren Sie Ihre Kontaktdaten, damit unser App Review Team Sie ggf. erreichen kann.
- Gewähren Sie dem App Review Team vollständigen Zugriff auf Ihre App. Wenn Ihre App accountbasierte Features umfasst, stellen Sie entweder einen aktiven Demoaccount oder einen voll ausgestatteten Demomodus sowie weitere Hardware oder Ressourcen bereit, die für die Überprüfung Ihrer App erforderlich sind (z. B. Anmeldedaten oder einen Beispiel-QR-Code).
- Aktivieren Sie die Backend-Dienste, sodass das App Review-Team auf sie zugreifen kann.
- Fügen Sie Ihrer Begleitdokumentation zum App-Prüfungsverfahren ausführliche Erläuterungen zu möglichen In-App-Käufen und sämtlichen Features bei, die nicht offensichtlich sind, sowie jegliche relevanten Begleitunterlagen.
- Prüfen Sie, ob Ihre App weiteren Richtlinien wie denen in den folgenden Dokumenten entspricht:
Entwicklerdokumentation
Design Guidelines (Design-Richtlinien)
Brand and Marketing Guidelines (Marken- und Marketingrichtlinien)
Richtlinien, die
enthalten, gelten für die Zulassungsprüfung von iOS und iPadOS Apps.
1. Sicherheit
Wenn Nutzer:innen eine App aus dem App Store installieren, möchten sie die Gewissheit haben, dass dies ein sicherer Prozess ist, dass die App keine verärgernden oder beleidigenden Inhalte enthält, das Gerät nicht beschädigen und die Benutzung keinen körperlichen Schaden zur Folge haben wird. Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Ablehnungsgründe. Wenn Sie darauf aus sind, zu schockieren und zu beleidigen, dann ist der App Store nicht der richtige Ort für Ihre App. Einige dieser Regeln sind auch in der Zulassungsprüfung von iOS und iPadOS Apps enthalten.
- 1.1 Anstößige Inhalte
Apps dürfen keine Inhalte umfassen, die beleidigend, unsensibel, verärgernd, ekelerregend, außergewöhnlich geschmacklos oder einfach nur unangenehm sind. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für derartige Inhalte:
- 1.1.1 Verleumderische, diskriminierende oder böswillige Inhalte, einschließlich Bemerkungen oder Kommentare zu Religion, ethnischer Herkunft, sexueller Orientierung, Geschlecht, nationaler Herkunft oder anderer gezielter Angriffe gegen bestimmte Gruppen, besonders in Fällen, in denen absehbar ist, dass die App eine Zielperson oder -gruppe bloßstellen, einschüchtern oder gefährden wird. Von Berufs wegen politische Satiriker:innen und Humorist:innen sind im Allgemeinen von dieser Bestimmung ausgenommen.
- 1.1.2 Realistische Darstellungen von Menschen oder Tieren, die getötet, verstümmelt, gefoltert oder misshandelt werden, oder Inhalte, die Gewalt fördern. Bei „Feinden“ im Kontext eines Spiels darf es sich nicht ausschließlich um Menschen einer bestimmten Hautfarbe, Kultur, real existierenden Regierung, eines echten Unternehmens oder um eine andere reale Person handeln.
- 1.1.3 Darstellungen, die den rechtswidrigen oder rücksichtslosen Einsatz von Waffen und gefährlichen Gegenständen fördern oder den Kauf von Schusswaffen oder Munition erleichtern.
- 1.1.4 Offensichtlich sexuelles oder pornografisches Material, definiert als „explizite Beschreibungen oder Darstellungen von Geschlechtsorganen oder Aktivitäten, die eher erotische als ästhetische oder emotionale Gefühle erregen sollen“. Dazu gehören „Dating“-Apps und andere Apps, die Pornografie enthalten oder verwendet werden können, um Prostitution oder Menschenhandel und Ausbeutung zu erleichtern.
- 1.1.5 Provozierende religiöse Kommentare oder ungenaue oder irreführende Zitate religiöser Texte.
- 1.1.6
Falsche Informationen und Funktionen, einschließlich inkorrekter Gerätedaten oder Scherzfunktionen wie Ortungsdienst-Imitationen. Durch die Aussage, dass die App „zu Unterhaltungszwecken“ dient, wird diese Richtlinie nicht umgangen. Apps, die anonyme oder scherzhafte Anrufe oder SMS/MMS ermöglichen, werden abgelehnt.
- 1.1.7 Schädliche Konzepte, die einen Nutzen aus aktuellen oder kürzlichen Ereignissen wie gewaltsamen Konflikten, Terroranschlägen und Epidemien ziehen oder davon profitieren.
- 1.2 Nutzergenerierte Inhalte
Apps mit nutzergenerierten Inhalten stellen besondere Herausforderungen dar, die von Verletzungen des geistigen Eigentums bis hin zu anonymem Mobbing reichen. Um Missbrauch vorzubeugen, müssen Apps mit von Nutzer:innen erstellten Inhalten oder mit Diensten für soziale Netzwerke Folgendes bieten:
- Eine Filtermethode, um zu verhindern, dass anstößiges Material in der App veröffentlicht wird
- Ein Mechanismus zum Melden anstößiger Inhalte und zeitnahe Reaktionen auf Bedenken
- Die Möglichkeit, missbräuchliche Nutzer:innen für den Service zu sperren
- Öffentlich verfügbare Kontaktdaten, sodass Nutzer:innen Sie leicht erreichen können
Apps mit von Nutzer:innen erstellten Inhalten oder Diensten, die letztendlich primär für pornografische Inhalte, Chatroulette-ähnliche Erfahrungen, zufällige oder anonyme Chats, die Objektivierung realer Personen (z. B. Abstimmungen bezüglich ihrer Attraktivität), Androhung physischer Gewalt oder Mobbing dienen, sind im App Store fehl am Platz und können ohne Ankündigung entfernt werden. Wenn Ihre App nutzergenerierte Inhalte von einem webbasierten Service enthält, dürfen darin gelegentlich nicht jugendfreie „NSFW“-Inhalte angezeigt werden, sofern diese standardmäßig ausgeblendet sind und nur angezeigt werden, wenn Nutzer:innen sie über Ihre Website aktivieren.
Sie sind dafür verantwortlich, Inhalte zu entfernen, die gegen diese Richtlinie, Ihre Nutzungsbedingungen oder Ihre Community-Standards verstoßen. Wenn uns solche Inhalte auffallen, fordern wir Sie auf, diese zu entfernen und einen Plan zur besseren Einhaltung dieser Richtlinie vorzulegen. Je nach Ihrer Antwort kann Ihre App aus dem App Store entfernt werden, bis Sie nachweisen können, dass die App den Anforderungen dieser Richtlinie gerecht wird. Grobes oder wiederholtes Fehlverhalten ist Grund zur sofortigen Entfernung Ihrer App aus dem App Store und aus dem Apple Developer Program.
- 1.2.1 Creator-Inhalte
Apps, die Inhalte einer bestimmten Community von Nutzer:innen namens „Creator“ enthalten, stellen eine große Chance dar, wenn sie richtig moderiert werden. Diese Apps bieten Kund:innen ein einzigartiges, einheitliches Erlebnis, um mit verschiedenen Arten von Videoinhalten zu interagieren. Mit Tools und Programmen unterstützen sie diese Community von Nichtentwickler:innen dabei, nutzergenerierte Erlebnisse zu erstellen, zu teilen und zu monetarisieren. Diese Erlebnisse dürfen die Grundfunktion der nativen App nicht verändern, sondern ergänzen diese strukturierten Erlebnisse mit Inhalten. Es handelt sich hierbei nicht um von Entwickler:innen programmierte „Apps“, sondern um Inhalte in der App selbst, die im App-Prüfungsverfahren als von Nutzer:innen erstellte Inhalte behandelt werden. Solche Creator-Inhalte können Videos, Artikel, Audioinhalte und sogar einfache Spiele umfassen. Apps, die solche nutzergenerierten Inhalte anbieten, dürfen im App Store veröffentlicht werden, solange sie alle Richtlinien einhalten, einschließlich Richtlinie 1.2 zur Moderation nutzergenerierter Inhalte und Richtlinie 3.1.1 zu Zahlungen und In-App-Käufen. Sie sollten den Nutzer:innen mitteilen, welche Inhalte zusätzliche Käufe erfordern.
-
- (a)
Apps von Creator:innen müssen den Nutzer:innen eine Möglichkeit bieten, Inhalte zu erkennen, die die Altersfreigabe der App überschreiten, und es muss ein Mechanismus zur Altersbeschränkung auf der Grundlage des verifizierten oder angegebenen Alters verwendet werden, um den Zugriff durch minderjährige Nutzer:innen einzuschränken.
- 1.3 Kategorie „Kinder“
Die Kategorie „Kinder“ ist eine einfache Möglichkeit, Apps zu finden, die für Kinder entwickelt wurden. Wenn Sie Inhalte in der Kategorie „Kinder“ veröffentlichen möchten, sollten Sie sich darauf konzentrieren, gerade jüngeren Nutzer:innen ein tolles Erlebnis zu bieten. Apps dieser Art dürfen keine Links zu Inhalten außerhalb der App, keine Kaufoptionen oder weitere Ablenkungen für Kinder enthalten, es sei denn, sie befinden sich ausschließlich in Abschnitten der App, die Kontrollfunktionen für Eltern bieten. Denken Sie daran, dass Ihre App die Anforderungen der Kategorie „Kinder“ auch in späteren Updates erfüllen muss, auch wenn Sie die Auswahl der Kategorie aufheben. Erfahren Sie mehr über Kontrollfunktionen für Eltern.
Sie müssen die weltweit geltenden Datenschutzgesetze in Bezug auf die Onlinesammlung von Daten von Kindern einhalten. Lesen Sie unbedingt den Abschnitt Datenschutz in diesen Richtlinien, um weitere Informationen zu erhalten. Darüber hinaus dürfen Apps der Kategorie „Kinder“ keine personenbezogenen Daten oder Gerätedaten an Dritte senden. Apps in der Kategorie „Kinder“ dürfen keine Analysen oder Werbung von Dritten enthalten. Das ermöglicht ein sichereres Erlebnis für Kinder. In wenigen Fällen sind Analysen von Dritten möglicherweise erlaubt, vorausgesetzt, dass die Dienste nicht den IDFA oder beliebige identifizierbare Informationen über Kinder (wie Name, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse), Standort oder Geräte erfassen oder übermitteln. Dazu gehören alle Geräte- und Netzwerkdaten sowie weiteren Informationen, die direkt oder in Kombination mit anderen Informationen verwendet werden könnten, um Nutzer:innen und ihre Geräte zu identifizieren. In bestimmten Fällen ist auch kontextbezogene Werbung von Dritten zulässig, sofern die Dienste öffentlich dokumentierte Vorgehensweisen und Richtlinien für Apps der Kategorie „Kinder“ umfassen, die eine menschliche Überprüfung der Anzeigen auf Altersgerechtigkeit beinhalten.
- 1.4
Gesundheitliche Schäden
Wenn sich Ihre App so verhält, dass sie möglicherweise körperliche Schäden verursacht, können wir sie ablehnen. Beispiele:
- 1.4.1
Medizinische Apps, die unter Umständen inkorrekte Daten oder Informationen bereitstellen könnten oder der Diagnose oder Behandlung von Patient:innen dienen könnten, werden ggf. strenger geprüft.
- Die von der App genutzten Daten und angewandten Methoden müssen klar dargelegt werden, um nachzuweisen, dass gesundheitsbezogene Messungen so genau wie angegeben durchgeführt werden können. Wenn Genauigkeit oder Verlässlichkeit der Methoden nicht belegt werden können, wird Ihre App abgelehnt. Zum Beispiel sind keine Apps zulässig, die laut eigener Angabe nur über die Sensoren des Geräts Röntgenaufnahmen erstellen oder den Blutdruck, die Körpertemperatur, den Blutzuckerspiegel oder den Sauerstoffgehalt im Blut messen.
- Apps müssen Nutzer:innen daran erinnern, zusätzlich zur Nutzung der App und vor dem Treffen medizinischer Entscheidungen einen Arzt oder eine Ärztin zu konsultieren.
Wenn Ihre medizinische App die behördliche Freigabe erhalten hat, müssen Sie über Ihre App einen Link zu dieser Dokumentation bereitstellen.
- 1.4.2
Berechnungstools zur Arzneimitteldosierung müssen entweder vom Arzneimittelhersteller, von einem Krankenhaus, einer Universität, einer Krankenversicherung, einer Apotheke oder einer anderen zugelassenen Institution stammen oder aber von der offiziell zuständigen Behörde, wie der FDA in den USA bzw. einem ihrer internationalen Pendants, zugelassen sein. Angesichts der potenziellen Gefahren, die solche Apps für Patient:innen darstellen können, müssen wir uns darauf verlassen können, dass die App langfristig unterstützt wird und dass Updates für sie bereitgestellt werden.
- 1.4.3 Apps, die den Konsum von Tabak- und Vape-Produkten, illegalen Drogen oder übermäßigen Mengen Alkohol fördern, sind nicht erlaubt. Apps, die Minderjährige zum Konsum dieser Substanzen ermutigen, werden abgelehnt. Die Erleichterung des Verkaufs von kontrollierten Substanzen (mit Ausnahme lizenzierter Apotheken und lizenzierter oder anderweitig zugelassener Cannabis-Ausgabestellen) oder Tabak ist nicht gestattet.
- 1.4.4
Apps dürfen nur Kontrollstellen für Trunkenheit am Steuer aufführen, die von einer Strafverfolgungsbehörde veröffentlicht wurden, und Trunkenheit am Steuer oder sonstiges rücksichtsloses Fahrverhalten, wie Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit, niemals befürworten.
- 1.4.5
Apps sollten Kund:innen nicht auffordern, an Aktivitäten (wie Wetten oder Challenges) teilzunehmen. teilzunehmen oder ihre Geräte so zu verwenden, dass sie sich selbst oder anderen körperlichen Schaden zufügen können.
- 1.5
Kontaktdaten der Entwickler:innen
Die Nutzer:innen müssen wissen, wie sie Sie bei Fragen und Problemen erreichen können. Stellen Sie sicher, dass Ihre App und die Support-URL eine einfache Möglichkeit enthalten, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Das ist besonders wichtig für Apps, die möglicherweise im Unterricht verwendet werden. Das Fehlen korrekter und aktueller Kontaktdaten frustriert Kund:innen nicht nur, sondern verstößt außerdem unter Umständen in einigen Ländern oder Regionen gegen Gesetze. Stellen Sie außerdem sicher, dass Wallet-Karten gültige Kontaktdaten des Ausstellers enthalten und mit einem speziellen Zertifikat signiert sind, das dem Inhaber des Warenzeichens oder der Marke zugeordnet ist.
- 1.6
Datensicherheit
Für die Apps müssen angemessene Sicherheitsmaßnahmen implementiert werden, um den ordnungsgemäßen Umgang mit Nutzerdaten zu gewährleisten, die gemäß der Apple Developer Program-Lizenzvereinbarung und diesen Richtlinien gesammelt wurden (weitere Informationen siehe Richtlinie 5.1), und ihre unbefugte Nutzung, Offenlegung oder den Zugriff durch Dritte zu verhindern.
- 1.7 Meldung krimineller Aktivitäten
Apps zur Meldung mutmaßlicher krimineller Aktivitäten müssen die örtlichen Strafverfolgungsbehörden einbeziehen und dürfen nur in Ländern oder Regionen angeboten werden, in denen eine solche Einbeziehung aktiv stattfindet.
- 2.1 Vollständigkeit der App
- (a)
Bei Einreichungen für das App-Prüfungsverfahren (einschließlich Apps, die Sie zur Vorbestellung bereitstellen) sollte es sich um die endgültige Version handeln, die sämtliche Metadaten sowie voll funktionsfähige URLs umfasst. Platzhaltertext, leere Websites und weitere vorläufig eingefügte Inhalte müssen vor dem Einreichen entfernt werden. Prüfen Sie Ihre App vor dem Einreichen auf einem Gerät auf Fehler und Stabilitätsprobleme und reichen Sie mit der App auch die Anmeldedaten für einen Demoaccount ein (und aktivieren Sie Ihren Backend-Dienst), wenn Ihre App einen Anmeldevorgang umfasst. Wenn Sie aufgrund von rechtlichen oder sicherheitstechnischen Verpflichtungen keinen Demoaccount bereitstellen können, können Sie mit vorheriger Einwilligung von Apple einen integrierten Demomodus anstelle eines Demoaccounts verwenden. Stellen Sie sicher, dass in diesem Demomodus alle Features und Funktionen Ihrer App zu sehen sind. Wir lehnen unvollständige App-Bundles und -Binärdateien ab, die abstürzen oder offensichtliche technische Probleme aufweisen.
- (b) Wenn Sie In-App-Käufe in Ihrer App anbieten, müssen Sie sicherstellen, dass diese vollständig, aktuell, für die Prüfer:innen sichtbar und funktionsfähig sind. Wenn konfigurierte In-App-Kaufartikel in Ihrer App nicht gefunden oder überprüft werden können, geben Sie den Grund in den Überprüfungsnotizen an.
- 2.2 Betatests
Demos, Betaversionen und Testversionen Ihrer App gehören nicht in den App Store – verwenden Sie hierfür stattdessen TestFlight. Betaversionen von Apps, die zur Verteilung über TestFlight eingereicht werden, müssen zur Veröffentlichung bestimmt sein und die App-Prüfungsrichtlinien erfüllen. Beachten Sie jedoch, dass für Apps, die via TestFlight an Tester:innen verteilt werden, jegliche Vergütung unzulässig ist. Dies schließt auch die Belohnung für die Teilnahme an einer Crowdfunding-Kampagne mit ein. Wichtige Updates für Ihre Betaversion müssen vor der Verteilung an die Tester:innen zunächst zum App-Prüfungsverfahren für TestFlight eingereicht werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zu Betatests in TestFlight.
- 2.3
Korrekte Metadaten
Kund:innen müssen wissen, was sie erhalten, wenn sie Ihre App kaufen oder laden. Achten Sie also darauf, dass alle App-Metadaten, einschließlich der Datenschutzinformationen, App-Beschreibung, Bildschirmfotos und Vorschauen, das Kernerlebnis in der App genau widerspiegeln, und halten Sie sie mit neuen Versionen auf dem neuesten Stand.
- 2.3.1
- (a)
Ihre App darf keine versteckten oder nicht dokumentierten Features enthalten. Die gesamte Funktionalität sollte für die Endnutzer:innen Ihrer App und das App Review Team klar ersichtlich sein. Alle neuen Features, Funktionen und Produktänderungen müssen genau in den Hinweisen für die Prüfung in App Store Connect beschrieben und für das Prüfungsverfahren verfügbar sein. Allgemeine Beschreibungen werden abgelehnt. Gleichermaßen ist die Vermarktung Ihrer App auf irreführende Weise, etwa das Werben für Inhalte oder Dienste, die eigentlich nicht angeboten werden (z. B. iOS-basierte Viren- und Malwarescanner), oder das Werben mit einem falschen Preis, sei es im App Store oder an anderer Stelle, Grund für die Entfernung Ihrer App aus dem App Store oder die Sperrung der Installation über alternative Verteilungsmethoden sowie die Kündigung Ihres Entwickleraccounts.
- (b) Schwerwiegende oder wiederholte Verstöße führen zum Entzug der Teilnahmeberechtigung für das Apple Developer Program. Wir arbeiten hart daran, dass der App Store eine vertrauenswürdige Plattform ist und bleibt, und erwarten von unseren App-Entwicklern, dass sie unserem Beispiel folgen. Wir pflegen keine Geschäftsbeziehungen mit unaufrichtigen Personen.
- 2.3.2 Wenn Ihre App In-App-Käufe enthält, müssen Sie sicherstellen, dass anhand der App-Beschreibung, Bildschirmfotos und Vorschauen klar erkennbar ist, ob vorgestellte Elemente, Levels, Abonnements usw. zusätzliche Käufe erfordern. Wenn Sie sich dafür entscheiden, im App Store für In-App-Käufe zu werben, stellen Sie sicher, dass die angezeigten Namen, Bildschirmfotos und Beschreibungen von In-App-Käufen angemessen für ein öffentliches Publikum verfasst sind, dass Sie der Anleitung in In-App-Käufe bewerben folgen und dass Ihre App die SKPaymentTransactionObserver-Methode angemessen nutzt, sodass Kund:innen den Kauf reibungslos abschließen können, wenn Ihre App gestartet wird
- 2.3.3 Bildschirmfotos müssen die App während der Verwendung zeigen, nicht nur das Titelbild, die Anmeldeseite oder den Begrüßungsbildschirm. Sie können auch Text und überlagerte Bilder enthalten (um beispielsweise Eingabemechanismen wie animierte Bereiche zum Tippen oder Apple Pencil zu veranschaulichen). Außerdem können erweiterte Funktionen auf dem Gerät (z. B. die Touch Bar) angezeigt werden.
- 2.3.4 Anhand von Vorschauen sehen die Nutzer:innen, wie Ihre App aussieht und welche Funktionen sie umfasst. Damit die Nutzer:innen verstehen, was ihnen Ihre App bietet, dürfen Vorschauen nur Videoaufnahmen der App selbst umfassen. Das Nutzererlebnis in der Nachrichten-App kann durch Sticker und iMessage-Erweiterungen dargestellt werden. Sie können gesprochenen Text und Video- oder Textüberlagerungen hinzufügen, um alles zu erklären, was allein durch das Video nicht klar wird.
- 2.3.5
Wählen Sie die Kategorie, die am besten auf Ihre App zutrifft. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in den App Store Kategoriedefinitionen. Falls Sie eine ganz abweichende Kategorie festlegen, ändern wir diese möglicherweise für Sie.
- 2.3.6
Beantworten Sie die Fragen zur Altersfreigabe in App Store Connect wahrheitsgemäß, sodass auf Ihre App die korrekten Einstellungen der Kindersicherung angewendet werden. Eine falsche Altersfreigabe Ihrer App führt möglicherweise dazu, dass die Nutzer:innen von den Inhalten überrascht sind oder eine Anfrage einer staatlichen Behörde ausgelöst wird. Wenn Ihre App Medien enthält, für die Inhaltsbewertungen oder Warnhinweise angezeigt werden müssen (z. B. Filme, Musik, Spiele), sind Sie dafür verantwortlich, dass die lokalen Bestimmungen jedes Gebiets, in dem Ihre App verfügbar ist, eingehalten werden.
- 2.3.7
Geben Sie Ihrer App einen unverwechselbaren Namen, weisen Sie Keywords zu, die Ihre App treffend beschreiben, und versuchen Sie nicht, das System zu überlisten, indem Sie geschützte Bezeichnungen, beliebte App-Namen, Preisinformationen oder andere irrelevante Phrasen in Ihre Metadaten aufnehmen. App-Namen dürfen maximal 30 Zeichen lang sein. Metadaten wie App-Namen, Untertitel, Bildschirmfotos und Vorschauen dürfen keine Preise, Begriffe oder Beschreibungen enthalten, die nicht spezifisch für den Metadatentyp sind. App-Untertitel sind eine gute Möglichkeit, zusätzlichen Kontext für Ihre App bereitzustellen. Sie müssen unseren Standardregeln für Metadaten entsprechen und dürfen keine unangemessenen Inhalte enthalten, auf andere Apps verweisen oder unbestätigte Produktansprüche geltend machen. Apple kann unangemessene Keywords jederzeit ändern oder andere geeignete Maßnahmen ergreifen, um Missbrauch zu verhindern.
- 2.3.8
Die Metadaten müssen für alle Altersgruppen angemessen sein. Stellen Sie also unabhängig davon, ob Ihre App für eine höhere Altersgruppe eingestuft ist, immer sicher, dass die Symbole der App und für In-App-Käufe sowie Bildschirmfotos und Vorschauen für die Altersgruppe 4+ geeignet sind. Wenn es sich bei Ihrer App beispielsweise um ein Spiel handelt, das Gewalt enthält, wählen Sie Bilder aus, die weder einen grausamen Tod noch eine Waffe zeigen, die auf einen bestimmten Charakter gerichtet ist. Wendungen wie „Für Kinder“ oder „Für Kids“ in App-Metadaten sind im App Store der Kategorie „Kinder“ vorbehalten. Achten Sie bei Ihren Metadaten, einschließlich des App-Namens und der Symbole (klein, groß, Apple Watch App, alternative Symbole usw.) auf Einheitlichkeit, um Verwirrung bei Nutzer:innen zu vermeiden.
- 2.3.9 Sie sind dafür verantwortlich, die Rechte für die Nutzung aller Materialien in Ihren App-Symbolen, Bildschirmfotos und Vorschauen einzuholen, und Sie sollten fiktive Accountinformationen anstelle von Daten einer echten Person angeben.
- 2.3.10 Achten Sie darauf, dass sich Ihre App auf das Erlebnis auf den unterstützten Apple Plattformen konzentriert, und benutzen Sie keine Namen, Symbole oder Bilder anderer mobiler Plattformen oder alternativer App-Marktplätze in Ihrer App oder Ihren Metadaten, es sei denn, es sind bestimmte, genehmigte interaktive Funktionen vorhanden. Stellen Sie sicher, dass sich Ihre App-Metadaten auf die App selbst und die darin angebotene Erfahrung konzentrieren. Fügen Sie keine irrelevanten Informationen ein.
- 2.3.11 Apps, die Sie zur Vorbestellung im App Store einreichen, müssen vollständig und wie eingereicht verfügbar sein. Stellen Sie sicher, dass sich die App, die Sie letztendlich veröffentlichen, nicht wesentlich von der App-Werbung in der Vorbestellungsphase unterscheidet. Wenn Sie wesentliche Änderungen an der App vornehmen (z. B. Geschäftsmodelle ändern), müssen Sie die Vorbestellungen erneut starten.
- 2.3.12 Neue App-Features und Produktänderungen müssen im Text zur Ankündigung von Neuigkeiten klar beschrieben werden. Einfache Fehlerbehebungen, Sicherheitsupdates und Leistungsverbesserungen können generisch beschrieben werden, aber wichtigere Änderungen müssen in den Hinweisen aufgeführt werden.
- 2.3.13 In-App-Ereignisse sind zeitliche Ereignisse in Ihrer App. Damit Ihr Event im App Store angezeigt werden kann, muss es einem Event-Typ in App Store Connect entsprechen. Alle Ereignismetadaten müssen korrekt sein und sich auf das Ereignis selbst beziehen, nicht auf die App im Allgemeinen. Events müssen zu den in App Store Connect ausgewählten Uhrzeiten und Terminen stattfinden, einschließlich über mehrere Stores hinweg. Sie dürfen ein Ereignis monetarisieren, solange Sie die Regeln zu Geschäften in Abschnitt 3 befolgen. Der Deep-Link für das Ereignis muss Nutzer:innen zum richtigen Ziel in Ihrer App führen. Unter In-App Events finden Sie weitere Informationen zu zugelassenen Metadaten und Deep-Links für Ereignisse.
- 2.4 Hardwarekompatibilität
- 2.4.1 Um sicherzustellen, dass Nutzer:innen umfassend von Ihrer App profitieren, sollten iPhone Apps nach Möglichkeit auch auf einem iPad ausgeführt werden können. Wir empfehlen Ihnen, Apps so zu entwickeln, dass Kund:innen sie auf allen Geräten verwenden können.
- 2.4.2
Entwickeln Sie Ihre App für einen effizienten Energieverbrauch, der weiterhin das Gerät nicht beschädigt. Apps sollten nicht dafür sorgen, dass die Batterie schnell entladen wird, übermäßige Wärme erzeugt wird oder die Ressourcen des Geräts übermäßig belastet werden. Apps dürfen beispielsweise nicht dazu animieren, das Gerät während des Ladens unter eine Matratze oder ein Kissen zu legen oder auf dem Solid-State-Drive übermäßig viele Schreibzyklen ausführen. Apps, einschließlich Werbeanzeigen von Dritten, dürfen keine Hintergrundprozesse wie das Mining von Kryptowährungen ausführen.
- 2.4.3 Die Apple TV App muss, abgesehen von der Siri Remote oder Gamecontrollern von Drittanbietern, ohne weitere Hardware verwendet werden können. Es ist aber durchaus zulässig, dass durch Anschluss weiterer Peripheriegeräte verbesserte Funktionen zugänglich werden. Wenn Sie einen Gamecontroller verlangen, müssen Sie das in den Metadaten klar erläutern, damit die Nutzer:innen wissen, dass sie zum Spielen zusätzliche Ausrüstung benötigen.
- 2.4.4
Apps sollten nie einen Neustart des Geräts oder Modifikationen an Systemeinstellungen empfehlen oder erfordern, die nicht auf die Kernfunktionalität der App bezogen sind. Ermutigen Sie Nutzer:innen beispielsweise nicht, das Wi-Fi auszuschalten, Sicherheitsfunktionen zu deaktivieren usw.
- 2.4.5 Für Apps, die über den Mac App Store verteilt werden, gelten weitere Voraussetzungen:
- (i) Apps müssen durch Sandboxes angemessen abgeschirmt sein und die in der Dokumentation zum macOS Dateisystem aufgeführten Anforderungen erfüllen. Darüber hinaus dürfen sie für die Änderung von Nutzerdaten, die von anderen Apps gespeichert werden (wie Lesezeichen, Adressbücher oder Kalendereinträge), nur die entsprechenden macOS-APIs nutzen.
- (ii) Sie müssen mit den in Xcode bereitgestellten Technologien verpackt und eingereicht werden. Installationsprogramme von Dritten sind nicht zulässig. Sie müssen in sich geschlossene Installationspakete für einzelne Apps sein und dürfen Code oder Ressourcen nicht an gemeinsam genutzten Standorten installieren.
- (iii) Sie dürfen nicht automatisch starten oder anderen Code beim Start oder bei der Anmeldung ohne Zustimmung automatisch ausführen lassen oder Prozesse starten, die ohne Zustimmung weiterlaufen, nachdem ein:e Nutzer:in die App beendet hat. Sie dürfen Symbole nicht automatisch dem Dock hinzufügen oder Verknüpfungen auf dem Schreibtisch der Nutzer:innen erstellen.
- (iv) Sie dürfen keine eigenständigen Apps, Kexts, zusätzlichen Code oder Ressourcen laden oder installieren, um Funktionen hinzuzufügen oder die App im Vergleich zum Überprüfungsprozess wesentlich zu verändern.
- (v) Sie dürfen keine Rechteausweitung auf Root-Berechtigungen anfordern oder Setuid-Attribute verwenden.
- (vi) Sie dürfen beim Start keinen Lizenzbildschirm anzeigen, Lizenzschlüssel verlangen oder einen eigenen Kopierschutz implementieren.
- (vii) Updates müssen über den Mac App Store verteilt werden; andere Updatemechanismen sind unzulässig.
- (viii) Apps müssen auf dem derzeit ausgelieferten Betriebssystem ausgeführt werden und dürfen keine veralteten oder optional installierten Technologien (z. B. Java) verwenden.
- (ix) Apps müssen die gesamte Sprach- und Lokalisierungsunterstützung in einem einzigen App-Bundle beinhalten.
- 2.5 Softwarevoraussetzungen
- 2.5.1
Apps dürfen nur öffentlich zugängliche APIs verwenden und müssen auf dem neuesten verfügbaren Betriebssystem ausgeführt werden können. Erfahren Sie mehr über öffentliche APIs. Halten Sie Ihre Apps auf dem neuesten Stand und stellen Sie sicher, dass Sie alle veralteten Features, Frameworks oder Technologien auslaufen lassen, die in zukünftigen Versionen des Betriebssystems nicht mehr unterstützt werden. Apps müssen APIs und Frameworks für die beabsichtigten Zwecke verwenden und diese Integration in der App-Beschreibung angeben. So sollte das HomeKit Framework beispielsweise ausschließlich für Dienste zur Heimautomatisierung verwendet und das HealthKit nur im Bereich Gesundheit und Fitness eingesetzt und in die Health App eingebunden werden.
- 2.5.2
Apps in App-Bundles müssen eigenständig sein und dürfen keine Daten außerhalb des zugewiesenen Bereichs lesen oder schreiben. Zudem dürfen die Apps keinen Code laden, installieren oder ausführen, der Features oder Funktionen der App einführt oder ändert (einschließlich anderer Apps). Apps für das Bildungswesen, die zum Unterrichten, Entwickeln oder Testen von ausführbarem Code entwickelt wurden, dürfen unter bestimmten Umständen Code laden, sofern dieser nicht für andere Zwecke verwendet wird. Derartige Apps müssen den von der App bereitgestellten Quellcode für die Nutzer:innen vollständig sichtbar und bearbeitbar bereitstellen.
- 2.5.3
Apps, die Viren, Dateien, Computercode oder Programme übertragen, die den normalen Betrieb des Betriebssystems und/oder von Hardwarefeatures (einschließlich Push-Mitteilungen und Game Center) stören bzw. unterbrechen, werden abgelehnt. Schwerwiegende oder wiederholte Verstöße führen zum Ausschluss aus dem Apple Developer Program.
- 2.5.4
Multitasking-Apps dürfen Hintergrunddienste nur im Rahmen ihres vorgesehenen Zwecks verwenden: VoIP, Audiowiedergabe, Ortungsdienste, Aufgabenausführung, lokale Benachrichtigungen usw.
- 2.5.5 Apps müssen in reinen IPv6-Netzwerken voll funktionsfähig sein.
- 2.5.6
Apps, die das Internet durchsuchen, müssen das zugehörige WebKit Framework und WebKit JavaScript verwenden. Sie können eine Berechtigung zur Verwendung einer alternativen Webbrowser-Engine in Ihrer App beantragen. Erfahren Sie mehr über diesen Berechtigungen für die EU und Japan.
- 2.5.7 Absichtlich ausgelassen.
- 2.5.8 Apps, die alternative Schreibtisch-/Homescreen-Umgebungen erstellen, werden abgelehnt.
- 2.5.9
Apps, die die Funktionen von Standardreglern bzw. -schaltern wie den Lautstärkereglern oder dem Schalter „Klingeln/Lautlos“ sowie weitere native Elemente oder Funktionen der Benutzeroberfläche verändern oder deaktivieren, werden abgelehnt. Zum Beispiel dürfen Apps keine Links zu anderen Apps oder Features blockieren, von denen Nutzer:innen erwarten, dass sie auf eine bestimmte Weise funktionieren.
- 2.5.10 Absichtlich ausgelassen.
- 2.5.11
SiriKit und Kurzbefehle
- (i) Apps, die SiriKit und Kurzbefehle integrieren, dürfen nur für Intents registriert werden, für die sie ohne Unterstützung einer zusätzlichen App geeignet sind und die Nutzer:innen anhand der angegebenen Funktionalität erwarten würden. Wenn es sich bei Ihrer App beispielsweise um eine App zur Essensplanung handelt, sollten Sie nicht den Intent integrieren, ein Training zu starten, auch wenn die App mit einer Fitness-App integriert werden kann.
- (ii) Stellen Sie sicher, dass das Vokabular und die Ausdrücke in Ihrer .plist-Datei der App und der Siri-Funktionalität der Intents entsprechen, für die die App registriert ist. Aliasse müssen sich direkt auf den Namen Ihrer App oder Ihres Unternehmens beziehen und dürfen keine generischen Begriffe sein oder App-Namen oder -Dienste von Dritten enthalten.
- (iii) Bearbeiten Sie die Siri-Anfrage oder den Kurzbefehl so geradlinig wie möglich und fügen Sie keine Anzeigen oder andere Marketingmaßnahmen zwischen der Anfrage und Bearbeitung ein. Fordern Sie eine Begriffserklärung nur an, wenn dies zum Erledigen der Aufgabe erforderlich ist (z. B. Nutzer:innen bitten, genauere Angaben zu einer bestimmten Art von Training zu machen).
- 2.5.12
Apps, die CallKit verwenden oder eine Erweiterung gegen betrügerische SMS-Nachrichten enthalten, dürfen nur Telefonnummern sperren, über die bekanntermaßen Spam versendet wird. Wenn Apps Funktionen zum Blockieren von Anrufen, SMS und MMS oder zur Identifizierung von Spam enthalten, müssen diese Features im Marketingtext eindeutig angegeben sein und die Kriterien für Sperr- und Spam-Listen müssen aufgeführt werden. Sie dürfen die Daten, auf die über diese Tools zugegriffen wird, nicht für Zwecke verwenden, die nicht unmittelbar mit dem Betrieb oder der Verbesserung Ihrer App oder Erweiterung zusammenhängen (z. B. dürfen Sie sie nicht zu Trackingzwecken verwenden, teilen oder verkaufen, damit Nutzerprofile erstellen usw.).
- 2.5.13
Apps, die Gesichtserkennung zur Authentifizierung des Accounts nutzen, müssen nach Möglichkeit LocalAuthentication verwenden (und nicht ARKit oder andere Gesichtserkennungstechnologie). Darüber hinaus muss für Nutzer:innen unter 13 Jahren eine alternative Authentifizierungsmethode zur Verfügung gestellt werden.
- 2.5.14
Apps müssen bei der Aufnahme, Protokollierung oder anderweitigen Aufzeichnung von Nutzeraktivitäten die ausdrückliche Einwilligung der Nutzer:innen einholen und deutlich visuell und/oder akustisch darauf hinweisen. Das schließt die Verwendung der Kamera, des Mikrofons, der Bildschirmaufnahmen oder anderer Nutzereingaben ein.
- 2.5.15 Apps, mit denen Nutzer:innen Dateien anzeigen und auswählen können, sollten Elemente aus der Dateien-App und den iCloud Dokumenten der Nutzer:innen enthalten.
- 2.5.16
Widgets, Erweiterungen und Mitteilungen müssen sich auf den Inhalt und die Funktionsweise Ihrer App beziehen.
- (a) Zudem müssen alle App Clip Features und Funktionen in der Binärdatei der Haupt-App enthalten sein. App Clips dürfen keine Werbung enthalten.
- 2.5.17
Apps, die Matter unterstützen, müssen das Support-Framework von Apple für Matter verwenden, damit die Kopplung gestartet werden kann. Wenn Sie in Ihrer App eine andere Matter Softwarekomponente als das von Apple bereitgestellte Matter SDK verwenden, muss diese Softwarekomponente durch die Connectivity Standards Alliance für die jeweilige Plattform zertifiziert sein.
- 2.5.18
Die Anzeige von Werbung sollte auf die Binärdatei Ihrer Haupt-App begrenzt und nicht in Erweiterungen, App Clips, Widgets, Mitteilungen, Tastaturen, watchOS Apps usw. enthalten sein. In einer App angezeigte Werbung muss der Altersfreigabe für die App entsprechen sowie Nutzer:innen die Anzeige aller Informationen ermöglichen, warum ihnen diese Werbung angeboten wird (ohne Verlassen der App). Es darf sich nicht um gezielte oder verhaltensgesteuerte Werbung basierend auf sensiblen Benutzerdaten handeln, wie medizinische Daten (z. B. von den HealthKit APIs), Schul- und Klassenzimmerdaten (z. B. von ClassKit) oder Daten von Kindern (z. B. von Apps in der App Store Kategorie „Kinder“) usw. Interstitial-Anzeigen oder Anzeigen, die das Nutzererlebnis unterbrechen oder blockieren, müssen klar als Werbung erkennbar sein, dürfen Nutzer:innen nicht manipulieren oder verleiten, darauf zu tippen, und müssen einfach zugängliche und sichtbare Tasten zum Schließen/Überspringen bereitstellen, die groß genug zum Verwerfen der Werbung sind. Apps, die Werbung enthalten, müssen den Nutzer:innen auch die Möglichkeit bieten, unangemessene oder nicht altersgemäße Werbung zu melden.
3. Unternehmen
Der App Store bietet Ihnen viele Möglichkeiten, mit Ihrer App Geld zu verdienen. Sollte das Geschäftsmodell Ihrer App nicht klar erkennbar sein, fügen Sie in den Metadaten der App und der Begleitdokumentation für das App-Prüfungsverfahren bitte unbedingt eine Erklärung bei. Wenn wir nicht nachvollziehen können, wie Ihre App funktioniert oder Ihre In-App-Käufe nicht unmittelbar klar werden, verzögert das die Überprüfung und zieht möglicherweise eine Ablehnung nach sich. Zwar dürfen Sie die Preise selbst festlegen, doch wir verteilen keine Apps und In-App-Käufe, bei denen es sich klar um Abzocke handelt. Wir lehnen teure Apps ab, die Nutzer:innen mit unverhältnismäßig hohen Preisen zu betrügen versuchen.
Sollte sich herausstellen, dass Sie versucht haben, Bewertungen zu manipulieren oder Ihr Ranking zu verbessern, indem Sie für Feedback bezahlt oder andere Anreize geboten, Feedback gefälscht oder gefiltert oder eine dritte Partei zu diesem Zweck beauftragt haben, werden wir Schritte zum Schutz der Integrität des App Store einleiten. Einer dieser Schritte kann Ihr Ausschluss aus dem Apple Developer Program sein.
4. Design
Apple Kund:innen legen großen Wert auf Produkte, die einfach, hochwertig, innovativ und benutzerfreundlich sind, und genau das möchten wir auch im App Store sehen. Wie Sie Ihre App aufbauen und gestalten, liegt selbstverständlich allein in Ihrer Hand. Wenn Sie möchten, dass Ihre App in den App Store aufgenommen wird, muss sie jedoch folgende Mindeststandards erfüllen. Denken Sie daran, dass Sie Ihre App auch nach der Genehmigung aktualisieren müssen, um sicherzustellen, dass sie weiterhin funktioniert und sowohl neue als auch bestehende Kund:innen anspricht. Apps, die nicht mehr funktionieren oder nur ein eingeschränktes Erlebnis bieten, können jederzeit aus dem App Store entfernt werden.
- 4.1 Nachahmer
- (a) Lassen Sie sich Ihre eigenen Ideen einfallen. Wir wissen, dass Sie sie haben, doch Sie müssen sie auch in die Praxis umsetzen. Ahmen Sie nicht einfach die derzeit beliebteste App im App Store nach und ändern Sie nicht einfach nur den Namen oder die Benutzeroberfläche einer anderen App leicht ab, um sie dann als Ihre eigene App auszugeben. Dadurch riskieren Sie nicht nur eine Klage aufgrund von Diebstahl geistigen Eigentums, sondern erschweren auch die Navigation im App Store. Zudem ist dies nicht fair gegenüber anderen App-Entwickler:innen.
- (b)
Das Einreichen von Apps, die andere Apps oder Dienste imitieren, gilt als Verstoß gegen den Verhaltenskodex für Entwickler:innen und kann zum Ausschluss aus dem Apple Developer Program führen.
- (c) Sie dürfen das Symbol, die Marke oder den Produktnamen eines:einer anderen Entwickler:in nicht ohne dessen:deren Zustimmung im Symbol oder Namen Ihrer App verwenden.
- 4.2 Mindestfunktionalität
Ihre App muss Features, Inhalte und eine Benutzeroberfläche umfassen, die sie von einer neu aufbereiteten Website abhebt. Apps, die nicht besonders nützlich oder nicht einzigartig sind bzw. sich nicht wie eine typische App verhalten, sind im App Store fehl am Platz. Wenn Ihre App keinen dauerhaften Unterhaltungswert oder angemessenen Nutzen bietet, wird sie unter Umständen nicht akzeptiert. Apps, bei denen es sich lediglich um einen Song oder Film handelt, müssen beim iTunes Store eingereicht werden. Apps, bei denen es sich lediglich um ein Buch oder eine Spielanleitung handelt, müssen beim Apple Books Store eingereicht werden.
- 4.2.1 Apps, die ARKit verwenden, müssen umfassende und integrierte Augmented-Reality-Erlebnisse bieten. Es reicht nicht aus, nur ein Modell in einer AR-Ansicht darzustellen oder eine Animation abzuspielen.
- 4.2.2 Abgesehen von Katalogen darf es sich bei Apps nicht in erster Linie um Marketingmaterialien, Anzeigen, Web-Clippings, eine Zusammenstellung von Inhalten oder eine Sammlung von Links handeln.
- 4.2.3
- (i) Ihre App muss eigenständig funktionieren, ohne dass dafür eine andere App installiert werden muss.
- (ii) Wenn Ihre App zusätzliche Ressourcen laden muss, um beim ersten Start zu funktionieren, geben Sie die Größe des Downloads an und informieren Sie die Nutzer:innen im Voraus.
- 4.2.4 Absichtlich ausgelassen.
- 4.2.5 Absichtlich ausgelassen.
- 4.2.6 Apps, die über eine kommerzielle Vorlage oder einen App-Generierungsdienst erstellt wurden, werden abgelehnt, es sei denn, sie werden direkt vom Anbieter der App-Inhalte eingereicht. Diese Dienste dürfen keine Apps im Namen ihrer Kund:innen einreichen und müssen Tools anbieten, mit denen ihre Kund:innen maßgeschneiderte, innovative Apps erstellen können, die einzigartige Kundenerlebnisse bieten. Eine weitere zulässige Option für Vorlagenanbieter besteht darin, eine einzige Binärdatei zu erstellen, um alle Kundeninhalte in einem aggregierten oder einem „Auswahlmodell“ zu hosten, z. B. als App zum Finden von Restaurants mit separaten benutzerdefinierten Einträgen oder Seiten für jedes Kundenrestaurant oder als Ereignis-App mit separaten Einträgen für jedes Kundenereignis.
- 4.2.7 Remote Desktop Clients: Wenn Ihre Remote Desktop-App als Spiegel spezifischer Software oder Dienste statt als generischer Spiegel des Hostgeräts fungiert, muss sie Folgendes erfüllen:
- (a) Die App darf sich nur mit einem Hostgerät im Besitz der Nutzer:innen verbinden, bei dem es sich um einen PC oder eine dedizierte Spielkonsole der Nutzer:innen handelt, und sowohl das Hostgerät als auch der Client müssen über ein lokales und LAN-basiertes Netzwerk verbunden sein.
- (b) Jegliche Software oder Dienste im Client werden vollständig auf dem Hostgerät ausgeführt (wiedergegeben auf dem Bildschirm des Hostgeräts) und dürfen keine APIs oder Plattformfeatures verwenden, die über die zum Streamen des Remote Desktop erforderlichen hinausgehen.
- (c) Die Erstellung und Verwaltung von Accounts muss vom Hostgerät aus gestartet werden.
- (d) Die im Client angezeigte Benutzeroberfläche darf keiner iOS oder App Store Ansicht ähneln, keine Store-ähnliche Oberfläche bereitstellen und nicht die Möglichkeit bieten, Software zu durchsuchen, auszuwählen oder zu kaufen, die nicht bereits im Besitz der Nutzer:innen ist oder von diesen lizenziert wurde. Aus Gründen der Genauigkeit müssen bei Transaktionen, die in gespiegelter Software stattfinden, keine In-App-Käufe verwendet werden, sofern die Transaktionen auf dem Hostgerät verarbeitet werden.
- (e) Thin Clients für cloudbasierte Apps sind für den App Store nicht geeignet.
- 4.3 Spam
- (a)
Erstellen Sie nicht mehrere Bundle-IDs für dieselbe App (zum Beispiel, indem Sie für jede Stadt eine separate Karten-App einreichen statt eine globale Karten-App, mit der Nutzer:innen jede Stadt durchsuchen können). Dies führt zu überflüssigen Apps, was es für Nutzer:innen schwierig macht, die gewünschten Apps zu finden. Wenn Sie für verschiedene Standorte, Sportmannschaften, Universitäten usw. unterschiedliche Versionen Ihrer App entwickelt haben, empfehlen wir Ihnen, nur eine App einzureichen und alle Varianten als In-App-Käufe zur Verfügung zu stellen.
- (b) Reichen Sie keine Apps ein, die bereits weit verbreiteten Apps zum Verwechseln ähnlich sind. Die Entwicklung von Varianten bestehender App-Kategorien oder beliebter Apps verschlechtert die Auffindbarkeit im App Store, reduziert die allgemeine App-Qualität und schadet sowohl Nutzer:innen als auch Entwickler:innen. Apps mit Funktionen wie Dating, Taschenlampen, Toneffekten, Hintergrundbildern, einfachen Timern und Wahrsagerei sind im App Store fest etabliert und wir akzeptieren keine neuen Einreichungen, sofern sie kein wesentlich anderes oder besseres Erlebnis bieten. Möglicherweise entfernen wir diese Apps demnächst aus dem App Store, wenn sie nicht aktualisiert oder verbessert werden oder keine Kund:innen finden. Andere Arten von Apps, darunter Trinkspiele sowie Kama-Sutra-, Furz- und Rülps-Apps, sind uninteressant, minderwertig oder allzu simpel und bieten keinen Mehrwert für den App Store. Wiederholte Einreichungen dieser Art können zum Ausschluss aus dem Apple Developer Program führen.
- 4.4
Erweiterungen
Apps, die Erweiterungen hosten oder enthalten, müssen die Auflagen des App Extension Programming Guide, der Safari App Extensions Documentation oder der Safari Web Extensions Documentation erfüllen und sollten, wenn möglich, zumindest einige Funktionen wie Hilfebildschirme und bestimmte Einstellungsdialoge bieten. Sie müssen klar und deutlich angeben, welche Erweiterungen im Marketingtext der App verfügbar sein werden, und die Erweiterungen dürfen kein Marketing, keine Werbung und keine In-App-Käufe enthalten.
- 4.5
Apple Websites und Dienste
- 4.5.1
Apps dürfen zugelassene Apple RSS Feeds wie den iTunes Store RSS Feed verwenden, aber keine Informationen von Apple Websites (z. B. apple.com, iTunes Store, App Store, App Store Connect, Entwicklerportal) übernehmen oder mithilfe dieser Informationen Rankings erstellen.
- 4.5.2
Apple Music
- (i) Mit MusicKit unter iOS können Nutzer:innen Apple Music und ihre lokale Musikbibliothek nativ über Ihre Apps und Spiele abspielen. Wenn Benutzer:innen eine Berechtigung für ihren Apple Music Account gewähren, kann Ihre App Playlists erstellen, Songs zu ihrer Mediathek hinzufügen und beliebige der Millionen von Songs abspielen, die im Apple Music Katalog verfügbar sind. Nutzer:innen müssen die Wiedergabe eines Apple Music Streams manuell starten und anschließend mit gängigen Bedienelementen wie „Wiedergabe“, „Pause“ und „Überspringen“ steuern können. Darüber hinaus dürfen Sie in der App hierfür keine Zahlung verlangen oder mit dem Zugriff auf den Apple Music Dienst indirekt Geld verdienen (z. B. über In-App-Käufe, Werbeanzeigen oder Abfrage von Nutzerdaten). Sie dürfen keine Musikdateien aus den MusicKit APIs herunter- oder hochladen oder deren Freigabe ermöglichen, es sei denn, dies ist ausdrücklich gemäß der Dokumentation zu MusicKit zulässig.
- (ii) Die Verwendung der MusicKit APIs ist kein Ersatz für das Einholen der Lizenzen, die Sie für eine umfassendere oder komplexere Musikintegration möglicherweise benötigen. Wenn Sie beispielsweise möchten, dass Ihre App einen bestimmten Song zu einem bestimmten Zeitpunkt wiedergibt oder Audio- oder Videodateien erstellt, die in sozialen Medien geteilt werden können, müssen Sie sich direkt an die Rechteinhaber wenden, um deren Genehmigung (z. B. das Recht zur Synchronisierung oder Anpassung) und Assets einzuholen. Coverbilder und andere Metadaten dürfen nur im Zusammenhang mit der Musikwiedergabe oder Playlists (einschließlich Bildschirmfotos, die die Funktionalität Ihrer App zeigen) verwendet werden und dürfen nicht für Marketing- oder Werbezwecke verwendet werden, ohne die ausdrückliche Genehmigung der Rechteinhaber einzuholen. Befolgen Sie die Apple Music Identity Guidelines beim Einbinden von Apple Music Diensten in Ihre App.
- (iii) Apps, die auf Apple Music Nutzerdaten wie etwa Playlists oder Lieblingssongs zugreifen, müssen dies im Purpose String eindeutig angeben. Die gesammelten Daten dürfen nicht zu anderen Zwecken als zur Unterstützung oder Verbesserung des App-Erlebnisses an Dritte weitergegeben werden. Diese Daten dürfen nicht verwendet werden, um Nutzer:innen oder Geräte zu identifizieren oder Werbung zu machen.
- 4.5.3
Verwenden Sie Apple Dienste nicht für Spam, Phishing und auch nicht, um unaufgefordert Nachrichten an Kund:innen zu senden. Dies schließt Game Center, Push-Mitteilungen, Live-Aktivitäten usw. ein. Der Versuch der Rückwärtssuche, Nachverfolgung, Verknüpfung, Abschöpfung, Auswertung oder Nutzung sowie der Herstellung eines Zusammenhangs mit Spieler:innen-IDs, Aliassen oder sonstigen via Game Center erfassten Informationen hat den Ausschluss aus dem Apple Developer Program zur Folge.
- 4.5.4
Push-Mitteilungen dürfen nicht erforderlich sein, damit die App funktioniert, und sollten nicht zum Senden sensibler personenbezogener oder vertraulicher Informationen verwendet werden. Push-Mitteilungen sollten nicht für Werbe- oder Direktmarketingzwecke verwendet werden, es sei denn, Kund:innen haben sich auf Basis des Zustimmungshinweises in der Benutzeroberfläche Ihrer App ausdrücklich dafür entschieden, sie zu erhalten, und Sie stellen in Ihrer App eine Methode bereit, mit der ein:e Nutzer:in solche Nachrichten abbestellen kann. Der Missbrauch dieser Dienste kann zum Widerruf Ihrer Berechtigungen führen.
- 4.5.5
Verwenden Sie Game Center Spieler:innen-IDs nur auf eine Weise, die gemäß den Game Center Bedingungen zugelassen ist, zeigen Sie sie nicht in der App an und geben Sie sie nicht an Dritte weiter.
- 4.5.6
Apps dürfen Unicode-Zeichen verwenden, die in den App- und App-Metadaten als Apple Emojis dargestellt werden. Apple Emojis dürfen nicht auf anderen Plattformen verwendet oder direkt in Ihre App-Binärdatei eingebettet werden.
- 4.6 Absichtlich ausgelassen.
- 4.7
Mini-Apps, Mini-Spiele, Streamingspiele, Chatbots, Plug-ins und Spiel-Emulatoren
Von Apps kann bestimmte Software angeboten werden, die nicht in die Binärdatei eingebettet ist, insbesondere HTML5-Apps, JavaScript-Mini-Apps und -Mini-Spiele, Streamingspiele, Chatbots und Plug-ins. Darüber hinaus können Emulator-Apps für Retro-Spielekonsolen und PCs den Download von Spielen anbieten. Sie sind für die gesamte in Ihrer App angebotene Software verantwortlich, einschließlich der Sicherstellung, dass diese Software diesen Richtlinien und allen geltenden Gesetzen entspricht. Software, die einen oder mehreren Richtlinien nicht entspricht, führt zur Ablehnung Ihrer App. Außerdem müssen Sie sicherstellen, dass die Software die zusätzlichen Regeln in Abschnitt 4.7.1 bis 4.7.5 einhält. Diese Regeln sind wichtig, um im App Store das Erlebnis bieten zu können, das Kund:innen erwarten, und um die Sicherheit der Nutzer:innen zu gewährleisten.
- 4.7.1 Auf Software, die gemäß dieser Regel in Apps angeboten wird, muss Folgendes zutreffen:
- Sie muss allen Datenschutzrichtlinien entsprechen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf die Regeln in Richtlinie 5.1 zur Erfassung, Nutzung und Freigabe von Daten und sensiblen Daten (z. B. Gesundheits- und personenbezogene Daten von Kindern);
- Sie muss eine Methode zum Filtern von anstößigen Materialien, einen Mechanismus zum Melden von Inhalten und zeitnahen Reaktionen auf Bedenken sowie die Möglichkeit, missbräuchliche Nutzer:innen zu blockieren, umfassen; und
- Richtlinie 3.1 befolgen, um Endnutzer:innen digitale Waren oder Dienste anzubieten.
- 4.7.2
Ihre App darf ohne vorherige Zustimmung von Apple nicht versuchen, native Plattform-APIs oder Technologien auf die Software zu erweitern oder bereitzustellen.
- 4.7.3
Ihre App darf keine Daten oder Datenschutzberechtigungen für einzelne in Ihrer App angebotene Softwareprodukte teilen, ohne dafür jedes Mal die ausdrückliche Zustimmung der Nutzer:innen einzuholen.
- 4.7.4 Sie müssen einen Index der in Ihrer App verfügbaren Software und Metadaten bereitstellen. Dieser muss universelle Links enthalten, die zu der gesamten in Ihrer App angebotenen Software führen.
- 4.7.5
Ihre App muss den Nutzer:innen eine Möglichkeit bieten, Software zu erkennen, die die Altersfreigabe der App überschreitet. Des Weiteren muss ein Altersbeschränkungsmechanismus auf Grundlage des verifizierten oder angegebenen Alters eingesetzt werden, um den Zugriff durch minderjährige Nutzer:innen einzuschränken.
- 4.8
Anmeldedienste
Apps, die einen Drittanbieter- oder Social Media-Anmeldedienst verwenden (wie Anmeldung mit Facebook, Google, X, LinkedIn, Amazon oder WeChat), um den primären Account mit der App einzurichten oder zu authentifizieren, müssen außerdem als gleichwertige Option einen weiteren Anmeldedienst mit den folgenden Funktionen anbieten:
- Der Anmeldedienst beschränkt die Datenerfassung auf den Namen und die E-Mail-Adresse des:der Nutzer:in;
- Mit dem Anmeldedienst können Nutzer:innen ihre E-Mail-Adresse bei der Einrichtung ihres Accounts privat halten; und
- Der Anmeldedienst erfasst ohne Zustimmung keine Interaktionen mit Ihrer App zu Werbezwecken.
Der primäre Account ist der Account, den Nutzer:innen mit Ihrer App für Identifizierung, Anmeldung und Zugriff auf Features und verknüpfte Dienste einrichten.
In folgenden Fällen ist kein weiterer Anmeldedienst erforderlich:
- Ihre App verwendet ausschließlich die eigenen Systeme Ihres Unternehmens für die Einrichtung und Anmeldung.
- Ihre App ist ein alternativer App-Marktplatz oder eine App, die über einen alternativen App-Marktplatz verteilt wird und eine marktplatzspezifische Anmeldung für Account-, Download- und Commerce-Funktionen verwendet.
- Bei Ihrer App handelt es sich um eine App für Bildungseinrichtungen, Unternehmen oder Geschäftsbereiche, bei der sich die Nutzer:innen mit einem bestehenden Account für Bildungseinrichtungen oder Unternehmen anmelden müssen.
- Ihre App verwendet ein von der Regierung oder Branche unterstütztes Bürgeridentifizierungssystem oder eine elektronische ID, um Nutzer:innen zu authentifizieren.
- Ihre App ist ein Client für einen bestimmten Service von Dritten und die Nutzer:innen müssen sich direkt bei ihrem E-Mail-, Social-Media- oder anderen Account des Dritten anmelden, um auf ihre Inhalte zuzugreifen.
- 4.9
Apple Pay
Apps, die Apple Pay unterstützen, müssen Nutzer:innen vor dem Kauf jeder Ware und Dienstleistung alle wesentlichen Kaufinformationen zur Verfügung stellen und das Apple Pay Branding und die Benutzeroberflächenelemente ordnungsgemäß, d. h. gemäß den Marketingrichtlinien für Apple Pay und den Human Interface Guidelines nutzen. Apps, die für wiederkehrende Zahlungen Apple Pay verwenden, müssen mindestens die folgenden Informationen offenlegen:
- Die Dauer des Verlängerungszeitraums und die Tatsache, dass dieser bis zur Kündigung läuft
- Was im jeweiligen Zeitraum bereitgestellt wird
- Die tatsächlichen Kosten, die Kund:innen in Rechnung gestellt werden
- Wie die Kündigung funktioniert
- 4.10
Monetarisierung integrierter Funktionen
Sie dürfen in der Hardware oder im Betriebssystem integrierte Funktionen wie Push-Mitteilungen, Kamera oder Gyrosensor sowie Apple Dienste und Technologien wie den Zugriff auf Apple Music, iCloud Speicher oder Bildschirmzeit APIs nicht monetarisieren.
5.
Rechtliche Hinweise
Apps müssen den rechtlichen Bestimmungen aller Standorte entsprechen, an denen Sie sie zur Verfügung stellen (wenden Sie sich an einen Anwalt, wenn Sie sich nicht sicher sind). Diese Dinge sind zwar kompliziert, doch es liegt in Ihrer Verantwortung, die lokalen Gesetze nachzuvollziehen und sicherzustellen, dass Ihre App diesen entspricht, nicht nur den nachfolgenden Richtlinien. Natürlich werden Apps abgelehnt, die zu kriminellem oder eindeutig leichtsinnigem Verhalten auffordern, dieses fördern oder bewerben. In Extremfällen, z. B. bei Apps, die Menschenhandel und/oder die Ausbeutung von Kindern fördern, werden die zuständigen Behörden informiert.
- 5.1
Datenschutz
Der Schutz der Nutzerdaten ist einer der wichtigsten Grundpfeiler des Apple Ökosystems. Gehen Sie also sorgsam mit personenbezogenen Daten um und stellen Sie sicher, dass Sie die bewährten Vorgehensweisen zum Datenschutz, geltenden Gesetze sowie die Bedingungen der Apple Developer Program Lizenzvereinbarung – und natürlich auch die Erwartungen der Kund:innen. Insbesondere gilt Folgendes:
- 5.1.1
Datenerfassung und -speicherung
- (i) Datenschutzrichtlinien: Alle Apps müssen im Metadatenfeld in App Store Connect und innerhalb der App einen leicht zugänglichen Link zur Datenschutzrichtlinie enthalten. Die Datenschutzrichtlinie muss Folgendes klar und deutlich darlegen:
- Welche Daten gegebenenfalls von der App/dem Service erfasst werden, wie diese Daten erfasst werden und wie sie genutzt werden.
- Die Tatsache, dass alle Dritten, mit denen eine App Nutzerdaten teilt (in Übereinstimmung mit diesen Richtlinien) – z. B. Analysetools, Werbenetzwerke und SDKs von Dritten sowie alle Mutter- und Tochterunternehmen und anderen verbundenen Unternehmen, die Zugriff auf die Nutzerdaten haben – Nutzerdaten in gleichem oder vergleichbarem Maß schützen wie in der Datenschutzrichtlinie der App angegeben und durch diese Richtlinien vorgeschrieben.
- Die Richtlinien zur Aufbewahrung/Löschung von Daten und die Vorgehensweise, wenn Nutzer:innen die Einwilligung widerrufen und/oder die Löschung der Nutzerdaten anfordern möchten.
- (ii) Zustimmung: Apps, die Nutzer- oder Nutzungsdaten erfassen, müssen die Zustimmung der Nutzer:innen für die Erfassung einholen, auch wenn diese Daten zum Zeitpunkt der Erfassung oder unmittelbar nach der Erfassung anonymisiert werden. Kostenpflichtige Funktionen dürfen nicht von einem:einer Nutzer:in abhängig sein oder davon abhängen, dass der:die Nutzer:in den Zugriff auf diese Daten gewährt. Apps müssen Kund:innen außerdem eine leicht zugängliche und verständliche Möglichkeit bieten, ihre Zustimmung zu widerrufen. Stellen Sie sicher, dass in Ihren Purpose Strings die Verwendung der Daten klar und vollständig beschrieben wird. Apps, die ohne Zustimmung Daten für ein berechtigtes Interesse erfassen, indem sie sich auf die Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung („DSGVO“) der EU oder eines ähnlichen Gesetzes stützen, müssen alle Bestimmungen dieses Gesetzes einhalten. Weitere Informationen zum Anfordern von Berechtigungen.
- (iii) Datensparsamkeit: Apps dürfen nur Zugriff auf Daten anfordern, die im Zusammenhang mit der Kernfunktionalität der App stehen, und ausschließlich Daten erfassen und verwenden, die zur Erfüllung der jeweiligen Aufgabe erforderlich sind. Verwenden Sie nach Möglichkeit die prozessexterne Auswahl oder ein Freigabeformular, anstatt den vollen Zugriff auf geschützte Ressourcen wie Fotos oder Kontakte anzufordern.
- (iv) Zugriff: Apps müssen die Berechtigungseinstellungen der Nutzer:innen einhalten und dürfen nicht versuchen, Personen zu manipulieren, auszutricksen oder dazu zu zwingen, einem unnötigen Datenzugriff zuzustimmen. Beispielsweise dürfen Apps, die Fotos in einem sozialen Netzwerk veröffentlichen können, keinen Mikrofonzugriff anfordern, bevor die Nutzer:innen Fotos hochladen können. Stellen Sie nach Möglichkeit alternative Lösungen für Nutzer:innen bereit, die keine Einwilligung erteilen. Wollen Nutzer:innen beispielsweise ihren Standort nicht teilen, bieten Sie die Option an, die Adresse manuell einzugeben.
- (v) Accountanmeldung: Wenn Ihre App keine wichtigen accountbasierten Features enthält, sollten die Nutzer:innen sie ohne Anmeldung verwenden können. Wenn Ihre App die Erstellung eines Accounts unterstützt, müssen Sie auch das Löschen des Accounts in der App anbieten. Apps dürfen nicht verlangen, dass Nutzer:innen personenbezogene Daten eingeben, damit die App funktioniert, es sei denn, diese Daten sind für die Kernfunktionalität der App unmittelbar relevant oder gesetzlich vorgeschrieben. Wenn die Kernfunktionalität Ihrer App nicht im Zusammenhang mit einem bestimmten sozialen Netzwerk steht (z. B. Facebook, WeChat, Weibo, X usw.), müssen Sie den Zugriff ohne Anmeldung oder über einen anderen Mechanismus bereitstellen. Das Abrufen grundlegender Profildaten, das Teilen in sozialen Netzwerken oder das Einladen von Freunden zur Nutzung der App zählen nicht zu den Kernfunktionen der App. Die App muss außerdem innerhalb der App einen Mechanismus zum Widerrufen der Anmeldedaten für soziale Netzwerke und zum Deaktivieren des Datenzugriffs zwischen der App und dem sozialen Netzwerk enthalten. Eine App darf keine Anmeldedaten oder Tokens für soziale Netzwerke außerhalb des Geräts sichern und darf derartige Anmeldedaten oder Tokens nur verwenden, um direkt in der App eine Verbindung zu dem sozialen Netzwerk herzustellen, während die App verwendet wird.
- (vi) Entwickler:innen, die ihre App dazu missbrauchen, Passwörter oder andere persönliche Daten ohne entsprechende Erlaubnis zu erfassen, werden vom Apple Developer Program ausgeschlossen.
- (vii) SafariViewController muss verwendet werden, um Nutzer:innen Informationen sichtbar zu präsentieren; der Controller darf nicht durch andere Ansichten oder Ebenen verdeckt oder verborgen werden. Darüber hinaus darf eine App SafariViewController nicht verwenden, um Nutzer:innen ohne deren Wissen und Einwilligung nachzuverfolgen.
- (viii) Apps, die personenbezogene Daten aus einer beliebigen Quelle kompilieren (also nicht direkt von Benutzer:innen oder ohne ihre explizite Zustimmung), auch öffentliche Datenbanken, sind im App Store nicht zulässig.
- (ix) Apps, die Dienste in stark regulierten Bereichen anbieten (z. B. Bank- und Finanzwesen, Gesundheitswesen, Glücksspiel, legaler Cannabiskonsum, Flugreisen und Kryptowährungsbörsen) oder die vertrauliche Nutzerdaten erfordern, müssen von der juristischen Person eingereicht werden, die die Dienste bereitstellt, nicht von einem:einer einzelnen Entwickler:in. Apps, die den legalen Verkauf von Cannabis ermöglichen, müssen geografisch auf die entsprechende Gerichtsbarkeit beschränkt sein.
- (x) Apps dürfen grundlegende Kontaktdaten (wie den Namen und die E-Mail-Adresse) abfragen, solange die Abfrage für die Nutzer:innen optional ist, die Features und Dienste nicht von der Bereitstellung der Daten abhängig sind und alle anderen Bestimmungen dieser Richtlinien eingehalten werden, einschließlich Einschränkungen zur Erfassung von Daten von Kindern.
- 5.1.2
Verwendung und Weitergabe von Daten
- (i) Sofern nicht anderweitig gesetzlich zulässig, dürfen Sie keine personenbezogenen Daten verwenden, übermitteln oder teilen, ohne zuvor die Einwilligung der Person einzuholen. Sie müssen Informationen darüber zur Verfügung stellen, wie und wo die Daten verwendet werden. Sie müssen klar offenlegen, wo personenbezogene Daten an Dritte, einschließlich KI von Drittanbietern, weitergegeben werden, und vorher eine ausdrückliche Genehmigung einholen. Über Apps erfasste Daten dürfen nur mit Dritten geteilt werden, um die App zu verbessern oder Werbung bereitzustellen (in Übereinstimmung mit der Apple Developer Program Lizenzvereinbarung). Sie müssen die ausdrückliche Erlaubnis von Nutzer:innen über die App Tracking Transparency APIs einholen, um ihre Aktivitäten nachzuverfolgen. Erfahren Sie mehr über die Nachverfolgung. Ihre App darf von den Nutzer:innen nicht verlangen, dass sie Systemfunktionen aktivieren (z. B. Push-Mitteilungen, Ortungsdienste, Nachverfolgung), um auf Funktionen und Inhalte zuzugreifen, die App zu verwenden oder Geld oder andere Vergütungen zu erhalten, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Geschenkkarten und Codes. Apps, die Nutzerdaten ohne deren Zustimmung oder anderweitige Compliance mit Datenschutzgesetzen teilen, werden möglicherweise vom Verkauf ausgeschlossen und Ihnen kann die Teilnahmeberechtigung für das Apple Developer Program entzogen werden.
- (ii) Daten, die für einen bestimmten Zweck erfasst wurden, dürfen nicht ohne weitere Zustimmung weiterverwendet werden, sofern nicht gesetzlich ausdrücklich etwas anderes zulässig ist.
- (iii) Apps dürfen nicht versuchen, auf der Grundlage erfasster Daten unauffällig ein Nutzerprofil zu erstellen, und dürfen nicht versuchen oder es anderen ermöglichen, anonyme Nutzer:innen zu identifizieren oder Nutzerprofile auf der Grundlage von Daten zu rekonstruieren, die von den von Apple bereitgestellten APIs oder Ihrer Aussage nach „anonymisiert“, „aggregiert“ oder auf andere nicht identifizierbare Weise erfasst wurden.
- (iv) Verwenden Sie keine Informationen aus Kontakten, Fotos oder anderen APIs, die auf Nutzerdaten zugreifen, um eine Kontaktdatenbank für Ihre eigene Verwendung oder für den Verkauf/die Verteilung an Dritte zu erstellen, und erfassen Sie keine Informationen darüber, welche anderen Apps zu Analyse- oder Werbe-/Marketingzwecken auf dem Gerät eines:einer Nutzer:in installiert sind.
- (v) Kontaktieren Sie keine Personen über die Informationen, die über die Kontakte oder Fotos eines:einer Nutzer:in erfasst wurden, es sei denn, ein:e einzelne:r Nutzer:in fordert Sie ausdrücklich dazu auf; integrieren Sie nicht die Option „Alle auswählen“ oder die standardmäßige Auswahl aller Kontakte. Sie müssen für die Nutzer:innen vor dem Senden klar darlegen, wie ihre Nachricht für den:die Empfänger:in angezeigt wird (z. B.: Was wird in der Nachricht stehen? Wer wird als Absender angezeigt?).
- (vi) Daten, die Sie aus der HomeKit-API, HealthKit, der Clinical Health Records-API, den MovementDisorder-APIs, ClassKit oder aus Tools für die Tiefen-/Gesichtserkennung (wie ARKit, Kamera-APIs oder Foto-APIs) gesammelt haben, dürfen nicht für Marketing, Werbung oder nutzerbezogene Datengewinnung, auch nicht durch Dritte, verwendet werden. Hier finden Sie bewährte Vorgehensweisen zur Implementierung von CallKit, HealthKit, ClassKit und ARKit.
- (vii) Apps, die Apple Pay nutzen, dürfen über Apple Pay erfasste Nutzerdaten nur dann an Dritte weitergeben, wenn dies einer leichteren oder verbesserten Bereitstellung von Waren oder Dienstleistungen dient.
- 5.1.3
Gesundheit und Gesundheitsforschung
Gesundheits-, Fitness- und medizinische Daten sind besonders vertraulich und für Apps in diesem Bereich gelten einige zusätzliche Regeln, um sicherzustellen, dass die Privatsphäre der Kund:innen geschützt ist:
- (i) Apps dürfen keine Daten, die im Zusammenhang mit Gesundheits-, Fitness- oder Gesundheitsforschung erfasst wurden, einschließlich mithilfe der Clinical Health Records-API, der HealthKit-API, von Bewegungs- und Fitnesssensoren, der MovementDisorder-APIs oder von gesundheitsbezogenen Studien mit Proband:innen erfassten Daten, zu Werbe- oder Marketingzwecken oder sonstiger nutzungsbasierter Datengewinnung verwenden oder an Dritte weitergeben, es sei denn, dies dient der Verbesserung des Gesundheitsmanagements oder der Gesundheitsforschung und der:die Nutzer:in hat diesem zugestimmt. Apps dürfen jedoch die Gesundheits- oder Fitnessdaten von Nutzer:innen verwenden, um diesen unmittelbar einen Vorteil zu gewähren (z. B. eine günstigere Versicherungsprämie), vorausgesetzt, die App wird von der Stelle bereitgestellt, die den Vorteil anbietet, und die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Sie müssen die spezifischen Gesundheitsdaten offenlegen, die Sie über das Gerät erfassen.
- (ii) Apps dürfen keine falschen oder fehlerhaften Daten in HealthKit oder jegliche andere App für Gesundheitsmanagement oder -forschung schreiben und dürfen persönliche Gesundheitsdaten nicht in iCloud sichern.
- (iii) Bei Apps, die gesundheitsbezogene klinische Studien durchführen, muss die Zustimmung der Teilnehmer:innen oder bei Minderjährigen die Zustimmung der Eltern oder Erziehungsberechtigten eingeholt werden. Diese Zustimmung muss Folgendes umfassen: (a) Art, Zweck und Dauer der Forschung; (b) Verfahren, Risiken und Vorteile für den:die Teilnehmer:in; (c) Informationen zur Vertraulichkeit und zum Umgang mit Daten (einschließlich der Weitergabe an Dritte); (d) eine Anlaufstelle für Fragen der Teilnehmer:innen; und (e) den Ablauf eines Widerrufs.
- (iv) Apps, die gesundheitsbezogene klinische Studien durchführen, müssen von einer unabhängigen Ethikkommission genehmigt werden. Auf Anfrage muss ein entsprechender Nachweis vorgelegt werden.
- 5.1.4 Kinder
-
(a)
Beim Umgang mit persönlichen Daten von Kindern ist aus vielen Gründen äußerste Sorgfalt geboten. Wir empfehlen Ihnen, sich ausführlich darüber zu informieren, welche Anforderungen Sie erfüllen müssen, um Gesetze wie das US-amerikanische Gesetz zum Schutz der Privatsphäre von Kindern im Internet (Children‘s Online Privacy Protection Act, COPPA), der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union und andere geltenden Vorschriften oder Gesetze einzuhalten.
Apps dürfen Geburtsdaten und Kontaktdaten der Eltern nur zum Zweck der Einhaltung dieser Bestimmungen abfragen, müssen aber unabhängig vom Alter einer Person einige nützliche Funktionen oder einen Unterhaltungswert umfassen.
Apps, die in erster Linie für Kinder gedacht sind, dürfen keine Analysen oder Werbung von Dritten enthalten. Das ermöglicht ein sichereres Erlebnis für Kinder.
-
(b) In wenigen Fällen sind Analysen und Werbung von Drittanbietern zulässig (vorausgesetzt, dass die Dienste den Bestimmungen in Richtlinie 1.3 entsprechen).
Darüber hinaus müssen Apps in der Kategorie „Kinder“ oder Apps, die personenbezogene Daten (z. B. Name, Adresse, E-Mail-Adresse, Standort, Fotos, Videos, Zeichnungen, Chatmöglichkeiten, andere personenbezogene Daten oder dauerhafte Bezeichner, die in Kombination mit den oben genannten Elementen verwendet werden) von einem Minderjährigen erfassen, übertragen oder teilen können, eine Datenschutzrichtlinie enthalten und alle geltenden Datenschutzbestimmungen für Kinder einhalten. Aus Gründen der Genauigkeit entsprechen die Anforderungen an die Kontrollfunktionen für Eltern, die für die Kategorie „Kinder“ gelten, im Allgemeinen nicht dem im Rahmen dieser Datenschutzgesetze erforderlichen Einholen der elterlichen Zustimmung zur Erfassung persönlicher Daten des Kindes.
Zur Erinnerung: Richtlinie 2.3.8 erfordert, dass die Verwendung von Ausdrücken wie „Für Kinder“ in den App-Metadaten der Kategorie „Kinder“ vorbehalten ist. Apps, die nicht zur Kategorie „Kinder“ gehören, dürfen keine Begriffe in App-Namen, Untertiteln, Symbolen, Bildschirmfotos oder Beschreibungen enthalten, die darauf hindeuten, dass Kinder die Hauptzielgruppe der App sind.
- 5.1.5
Ortungsdienste
Verwenden Sie Ortungsdienste nur dann in Ihrer App, wenn sie unmittelbar für die Features und Dienste der App relevant sind. Standortbasierte APIs dürfen nicht für Notdienste oder die autonome Steuerung von Fahrzeugen, Flugzeugen und anderen Fahrzeugen verwendet werden, mit Ausnahme kleiner Geräte wie leichte Drohnen und Spielzeug oder ferngesteuerte Autoalarmsysteme usw. Stellen Sie sicher, dass Sie die Nutzer:innen informieren und ihre Einwilligung einholen, bevor Sie Standortdaten erfassen, übertragen oder verwenden. Wenn in Ihrer App Ortungsdienste verwendet werden, müssen Sie deren Zweck in Ihrer App erläutern. In den Human Interface Guidelines (Richtlinien für Nutzerschnittstellen) finden Sie bewährte Vorgehensweisen.
- 5.2 Geistiges Eigentum
Achten Sie darauf, dass Ihre App nur Inhalte enthält, die Sie erstellt haben oder für die Sie eine Lizenz haben. Ihre App wird möglicherweise entfernt, wenn Sie die rote Linie überschritten und Inhalte ohne Erlaubnis verwendet haben. Das bedeutet natürlich auch, dass die App einer anderen Person entfernt werden kann, wenn sie sich bei Ihnen „bedient“ hat. Wenn Sie der Ansicht sind, dass Ihre Urheberrechte durch andere Entwickler:innen im App Store verletzt wurden, reichen Sie mithilfe unseres Webformulars eine entsprechende Beschwerde ein. Die Gesetze sind je nach Land und Region verschieden, doch zumindest die folgenden häufigen Fehler sollten Sie vermeiden:
- 5.2.1 Allgemeines: Verwenden Sie in Ihrer App ohne Erlaubnis kein geschütztes Material von Dritten wie Markenzeichen, urheberrechtlich geschützte Werke oder patentierte Ideen und fügen Sie keine irreführenden, falschen oder nachahmenden Darstellungen, Namen oder Metadaten in Ihr App-Bundle oder Ihren Entwicklernamen ein. Apps müssen von der natürlichen oder juristischen Person eingereicht werden, die im Besitz der Urheberrechte und anderer geltender Rechte ist oder diese lizenziert hat.
- 5.2.2 Websites/Dienste von Dritten: Wenn Ihre App Inhalte eines Dritten verwendet, auf diese zugreift, diese monetarisiert oder Inhalte aus dem Service eines Dritten anzeigt, müssen Sie sicherstellen, dass Ihnen das gemäß den Nutzungsbedingungen des Dienstes ausdrücklich gestattet ist. Die Erlaubnis muss auf Anfrage vorgelegt werden.
- 5.2.3 Audio-/Videodownloads: Apps dürfen keine illegale Dateifreigabe ermöglichen oder die Möglichkeit zum Sichern, Konvertieren oder Laden von Medien aus Drittquellen (z. B. Apple Music, YouTube, SoundCloud, Vimeo usw.) bieten, wenn nicht die ausdrückliche Genehmigung dieser Quellen vorliegt. Auch das Streamen von Audio-/Videoinhalten verstößt unter Umständen gegen die Nutzungsbedingungen. Beachten Sie das also, bevor Ihre App auf diese Dienste zugreift. Die Erlaubnis muss auf Anfrage vorgelegt werden.
- 5.2.4 Zusicherungen von Apple
- (a)
Sie dürfen nicht behaupten oder andeuten, dass Ihre App von Apple stammt oder angeboten wird oder dass Apple sich auf irgendeine Art und Weise für die Qualität oder die Funktionalität der App ausspricht.
- (b) Wird Ihre App als „Editor's Choice“ ausgewählt, wendet Apple das Badge automatisch an.
- 5.2.5
Apple Produkte: Erstellen Sie keine Apps, die bestehenden Apple Produkten, Oberflächen (z. B. Finder), Apps (z. B. App Store, iTunes Store, oder Nachrichten) oder Werbethemen verwirrend ähneln. Apps und Erweiterungen, einschließlich Tastaturen und Stickerpakete von Dritten, dürfen kein Apple Emoji enthalten. Musik von iTunes und Musikhörproben von Apple Music dürfen nicht zu Unterhaltungszwecken (d. h. nicht als Hintergrundmusik für eine Fotocollage oder als Soundtrack für ein Spiel) oder auf jegliche andere nicht autorisierte Art und Weise verwendet werden. Wenn Sie Musikhörproben von iTunes oder Apple Music bereitstellen, müssen Sie einen Link zur entsprechenden Musik in iTunes oder Apple Music einblenden. Wenn Ihre App Aktivitätsringe anzeigt, dürfen diese keine Bewegungs-, Trainings- oder Stehdaten auf eine Weise visualisieren, die dem Aktivitätssteuerelement ähnelt. In den Human Interface Guidelines erfahren Sie mehr über die Verwendung von Aktivitätsringen. Wenn Ihre App Apple Wetterdaten anzeigt, muss sie die Attributionsanforderungen in der Dokumentation für WeatherKit erfüllen.
- 5.3 Spiele, Glücksspiel und Lotterien
Die Kategorie der Spiele, Glücksspiele und Lotterien birgt einige Herausforderungen und ist generell die am strengsten regulierte Kategorie im App Store. Integrieren Sie diese Funktion nur, wenn Sie Ihre gesetzlichen Verpflichtungen überall dort, wo Sie Ihre App bereitstellen, eingehend geprüft haben und auf den zusätzlichen Zeitaufwand während der Überprüfung vorbereitet sind. Die folgenden Dinge sollten Sie beachten:
- 5.3.1 Gewinnspiele und Wettbewerbe müssen von den Entwickler:innen der App gesponsert werden.
- 5.3.2 Offizielle Regeln für Gewinnspiele, Wettbewerbe und Verlosungen müssen in der App dargestellt werden und deutlich machen, dass Apple kein Sponsor oder in irgendeiner Weise an der Aktivität beteiligt ist.
- 5.3.3 Apps dürfen keine In-App-Käufe verwenden, um Guthaben oder Währung für die Verwendung in Verbindung mit Echtgeldspielen jeglicher Art zu kaufen.
- 5.3.4 Apps, die Echtgeldspiele (z. B. Sportwetten, Poker, Casinospiele, Pferderennen) oder Lotterien anbieten, müssen über die erforderlichen Lizenzen und Berechtigungen an den Standorten verfügen, an denen die App verwendet wird, müssen geografisch auf diese Standorte beschränkt werden und müssen im App Store kostenlos sein. Illegale Spielhilfen, einschließlich Kartenzähler, sind im App Store nicht erlaubt. Lotterie-Apps müssen einen Einsatz, eine:n zufällig gewählte:n Gewinner:in und einen Preis bieten.
- 5.4
VPN-Apps
Apps zur Nutzung von VPN-Diensten müssen die NEVPNManager API verwenden und dürfen nur von Entwickler:innen angeboten werden, die als Organisation registriert sind. Sie müssen eindeutig angeben, welche Nutzerdaten erfasst und wie sie auf einem App-Bildschirm vor Aktionen von Nutzer:innen (Kauf oder anderweitige Verwendung des Dienstes) verwendet werden. Apps, die VPN-Dienste anbieten, dürfen Dritten keine Daten zu einem beliebigen Zweck verkaufen, verwenden oder offenlegen und müssen sich dazu in ihrer Datenschutzrichtlinie verpflichten. VPN-Apps dürfen keine örtlichen Gesetze verletzen. Wenn Ihre VPN-App in einer Region verfügbar gemacht wird, die eine VPN-Lizenz erfordert, müssen Sie die Lizenzinformationen im Hinweisfeld des App-Prüfungsverfahrens bereitstellen. Auch zugelassene Apps für die Kindersicherung, Inhaltssperren und die Sicherheit dürfen die NEVPNManager API verwenden. Apps, die diese Richtlinie nicht einhalten, werden aus dem App Store entfernt und für die Installation über alternative Verteilungsmethoden gesperrt, und Sie werden unter Umständen aus dem Apple Developer Program ausgeschlossen.
- 5.5
Mobile Geräteverwaltung
Apps für die mobile Geräteverwaltung, die Dienste für die mobile Geräteverwaltung (MDM-Dienste) anbieten, müssen diese Funktion bei Apple anfordern. Derartige Apps dürfen nur von kommerziellen Unternehmen, Bildungseinrichtungen oder Regierungsbehörden und in Einzelfällen von Unternehmen angeboten werden, die MDM für Kindersicherungsdienste oder die Gerätesicherheit verwenden. Sie müssen eindeutig angeben, welche Nutzerdaten erfasst und wie sie auf einem App-Bildschirm vor Aktionen von Nutzer:innen (Kauf oder anderweitige Verwendung des Dienstes) verwendet werden. MDM-Apps dürfen nicht gegen geltende Gesetze verstoßen. Apps, die MDM-Dienste anbieten, dürfen Dritten keine Daten zu einem beliebigen Zweck verkaufen, verwenden oder offenlegen und müssen sich dazu in ihrer Datenschutzrichtlinie verpflichten. In eingeschränkten Fällen sind Analysen von Dritten zulässig, sofern die Dienste nur Daten über die Leistung der MDM-App der Entwickler:innen erfassen oder übertragen und keine Daten über Nutzer:innen, das Gerät von Nutzer:innen oder andere auf diesem Gerät verwendete Apps. Apps, die Konfigurationsprofile anbieten, müssen diese Anforderungen ebenfalls erfüllen. Apps, die diese Richtlinie nicht einhalten, werden aus dem App Store entfernt und für die Installation über alternative Verteilungsmethoden gesperrt, und Sie werden unter Umständen aus dem Apple Developer Program ausgeschlossen.
- 5.6
Verhaltenskodex für Entwickler:innen
Behandeln Sie alle mit Respekt, sei es in Ihren Antworten auf Rezensionen im App Store, Anfragen beim Kundensupport oder bei der Kommunikation mit Apple, einschließlich Antworten in App Store Connect. Belästigungen jeglicher Art, Diskriminierung, Einschüchterung, Mobbing und die Aufforderung anderer dazu sind nicht zulässig. Wiederholtes manipulatives oder irreführendes Verhalten oder andere betrügerische Handlungen führen dazu, dass Sie aus dem Apple Developer Program ausgeschlossen werden.
Kundenvertrauen ist ein Eckpfeiler des App-Ökosystems. Apps dürfen niemals Nutzer:innen ausnutzen oder versuchen, Kund:innen abzuzocken, sie dazu zu bringen, unerwünschte Käufe zu tätigen, sie dazu zu zwingen, unnötige Daten zu teilen, Preise auf irreführende Weise zu erhöhen, Features oder Inhalte in Rechnung zu stellen, die nicht bereitgestellt wurden, oder andere manipulative Praktiken innerhalb oder außerhalb der App durchzuführen.
Ihr Account für das Developer Program wird gekündigt, wenn Sie Aktivitäten oder Aktionen durchführen, die nicht dem Verhaltenskodex für Entwickler:innen entsprechen. Um Ihren Account wiederherzustellen, dürfen Sie eine schriftliche Erklärung abgeben, in der die geplanten Verbesserungen aufgeführt sind. Wenn Ihr Plan von Apple genehmigt wird und wir überprüft haben, dass die Änderungen vorgenommen wurden, kann Ihr Account wiederhergestellt werden.
- 5.6.1 Rezensionen im App Store
Kundenrezensionen im App Store sind ein integraler Bestandteil des App-Erlebnisses. Sie sollten Kund:innen also respektvoll behandeln, wenn Sie auf ihre Kommentare antworten. Achten Sie darauf, dass Ihre Antworten auf die Kommentare der Nutzer:innen ausgerichtet sind und keine personenbezogenen Informationen, Spam oder Marketing enthalten.
Verwenden Sie die bereitgestellte API, um Nutzer:innen aufzufordern, Ihre App zu überprüfen. Mit dieser Funktion können Kund:innen Bewertungen und Rezensionen im App Store abgeben, ohne die App verlassen zu müssen. Individuelle Aufforderungen zur Überprüfung sind nicht zulässig.
- 5.6.2
Identität von Entwickler:innen
Für das Kundenvertrauen ist es entscheidend, dass für Apple und die Kund:innen nachprüfbare Informationen bereitgestellt werden. Die Darstellung Ihrer Person, Ihres Unternehmens und Ihrer Angebote im App Store oder über alternative Verteilungsmethoden muss korrekt sein. Die bereitgestellten Informationen müssen wahrheitsgemäß, relevant und aktuell sein, sodass Apple und Kund:innen verstehen, mit wem sie es zu tun haben, und Sie bei Problemen kontaktieren können.
- 5.6.3 Betrug
Die Teilnahme am App Store erfordert Integrität und die Bereitschaft, das Vertrauen der Kund:innen zu gewinnen und zu bewahren. Die Manipulation von Elementen des Kundenerlebnisses im App Store, z. B. von Diagrammen, der Suche oder von Bewertungen oder Empfehlungen für Ihre App, minimiert das Vertrauen von Kund:innen und ist nicht zulässig.
- 5.6.4 App-Qualität
Kund:innen erwarten die höchste Qualität vom App Store. Mit hochwertigen Inhalten, Diensten und Erfahrungen lässt sich ihr Vertrauen gewinnen. Hinweise darauf, dass diese Erwartung nicht erfüllt wird, sind beispielsweise exzessive Kundenberichte zu Bedenken hinsichtlich Ihrer App, wie negative Kundenbewertungen und exzessive Erstattungsanfragen. Die Unfähigkeit, eine hohe Qualität aufrechtzuerhalten, kann ein Faktor bei der Entscheidung sein, ob Entwickler:innen den Verhaltenskodex einhalten.
Nach dem Einreichen
Wenn Sie Ihre App zusammen mit den Metadaten über App Store Connect eingereicht haben und Ihre App nun geprüft wird, berücksichtigen Sie bitte Folgendes:
- Prüfdauer: App Review überprüft Ihre App so schnell wie möglich. Wenn Ihre App jedoch komplex ist oder neue Probleme aufweist, kann dies eine gründlichere Untersuchung und Betrachtung erfordern. Wenn Ihre App wiederholt aufgrund derselben Richtlinienverletzung abgelehnt wurde oder Sie versucht haben, das App Prüfungsverfahren zu manipulieren, wird Ihre App nicht weiter geprüft. Erfahren Sie mehr über das App-Prüfungsverfahren.
- Statusaktualisierungen: In App Store Connect können Sie den aktuellen Prüfstatus Ihrer App abfragen, sodass Sie stets auf dem neuesten Stand sind.
- Eilanträge: Wenn die Zeit knapp ist, können Sie eine beschleunigte Prüfung beantragen. Stellen Sie diese Eilanträge mit Rücksicht auf die anderen App-Entwickler:innen bitte nur, wenn es wirklich notwendig ist. Sollte sich herausstellen, dass Sie diese Option missbrauchen, lehnen wir künftige Anträge dieser Art ggf. ab.
- Erscheinungsdatum: Wenn das Erscheinungsdatum für Ihre App in der Zukunft liegt, wird sie erst ab diesem Datum im App Store angezeigt, auch wenn sie bereits vorher durch das App-Prüfungsverfahren zugelassen wurde. Vergessen Sie nicht, dass es bis zu 24 Stunden dauern kann, bis die App auf allen ausgewählten Storefronts angezeigt wird.
- Ablehnungen: Unser Ziel ist es, diese Richtlinien fair und konsistent anzuwenden, doch auch wir sind nicht perfekt. Wenn Ihre App abgelehnt wurde und Sie Fragen haben oder zusätzliches Material zur Verfügung stellen möchten, wenden Sie sich bitte über App Store Connect direkt an das App Review Team. So wird Ihre App vielleicht doch in den Store aufgenommen und uns bietet dies eine Möglichkeit, das App-Prüfungsverfahren zu verbessern und zu ermitteln, welcher Teil unserer Richtlinien vielleicht noch klarer formuliert werden muss.
- Einspruch: Wenn Sie dem Ergebnis einer Prüfung nicht zustimmen, legen Sie Einspruch ein. Dies hilft Ihnen unter Umständen dabei, Ihre App im Store zu veröffentlichen. Sie können außerdem Änderungen an den Richtlinien selbst vorschlagen, um uns dabei zu helfen, das App-Prüfungsverfahren zu verbessern oder erforderliche Klarstellungen unserer Richtlinien zu ermitteln.
- Einreichungen von Fehlerbehebungen: Für Apps, die bereits im App Store oder über eine alternative Verteilungsmethode verfügbar sind, werden Fehlerbehebungen bei Richtlinienverletzungen nicht verzögert (Ausnahme: bei rechtlichen oder sicherheitsbezogenen Aspekten). Wenn Ihre App abgelehnt wurde und für diesen Prozess qualifiziert ist, wenden Sie sich bitte über App Store Connect direkt an das App Review Team. Geben Sie an, dass Sie diesen Prozess nutzen möchten und planen, dieses Problem bei der nächsten Einreichung anzugehen.
Wir freuen uns schon auf Ihre neuen Ideen!
Zuletzt aktualisiert: 8. Juni 2026